Camping, ganz versteckt in den Catlins

Da lagen sie vor mir: Scheinbar nicht endende grüne Wiesen, weite Buchten, Strände, Schafe und Jungs, die um das Lagerfeuer versammelt auf ihren Gitarren jammten. Die Catlins in Neuseeland sind so dünn besiedelt, dass die Natur die Landschaft beherrscht. Ich fuhr mit meinem roten Camper zu einem Ziel, dass ich mir auf meiner einfachen Campingkarte markiert habe. Ich war mir schon gar nicht mehr sicher, ob ich überhaupt auf dem richtigen Schotterweg unterwegs war, da gelange ich an den Strand. Ein Auto und zwei andere Camper standen dort. Nasse Neoprenanzüge hingen über den Türen zum trocknen. Ein Hund jagte einen Tennisball, während im hohen Gras ein Seelöwe schlief.

Lagerfeuer

Die Jungs und zwei ältere Damen – einheimische Ladies, die ihr Wochenende in der Purakanui Bay verbrachten – haben mich zu sich hergewunken. Ich steige auf und werde herzlich empfangen. Setzt dich, sagten sie. „Du trinkst doch sicher Bier, oder?“ Klar! Und perfekter konnte der Moment nicht sein. Ich zog mir meine Jacke und eine Mütze über, setzte mich ans Lagerfeuer und genoss meinen ersten Schluck des neuseeländischen Biers. Es hätte noch so übel schmecken können, ich hätte es schlichtweg verdrängt.

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The Seal

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