Grinch auf dem Weihnachtsmarkt

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Der Glühwein fleckt die Hose ein. Wenn ich das nicht schaffe, zittert mir Nebenmann oder -frau das rote, klebrige Zeug auf die Klamotten. Ja, duftet immer wieder fein auf dem Weihnachtsmarkt. Macht schummrig in der Birne und der schwankende Typ, der auf mich zusteuert, schafft es bestimmt die Feuerwurst mit extra Senf an mir  kontaktlos vorbeizubringen. Und drehe ich mich doch im letzten Moment weg, schwenke ich mit der Jacke direkt in die nächste Zigarettenglut.

Wo steckt er immer dieser Grinch, der doch jede Vorfreude auf Weihnachtsmärkte aufkochen lässt und dann im adventlichen Treiben sich von seiner eiskalten Seite zeigt.

Versteckt sich womöglich hinter dem Stall des Esels, der zunächst ganz scheinheilig an meinem Ärmel schnuppert bevor er sich meine Haare schnappt und mit ihnen im Mund rückwärts läuft.

Was hat er vor, dieser Grinch. Unberechenbares, grünes, bärtiges Männchen. Feuerzangenbowle will ich mit ihm trinken und danke sagen. Gebe es doch keine Geschichten über die sonst so langweilige Weihnachtszeit zu erzählen, würde er nicht ständig die Strippen des Weihnachtsmarktwahnsinns ziehen.

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