Mit Walhaien am Ningaloo Reef schnorcheln

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10 Gründe, weshalb sich Schnorcheln am Ningaloo Reef lohnt

Westaustralien ist eine der aufregendsten Ecken dieser großen Insel im Indischen Ozean. Im Gegensatz zur Ostküste halten sich die Ballungen an Touristen in Grenzen. Die Natur hat hier enorme Kräfte gezeigt und Naturphänomene zum Vorschein gebracht: Rote Steilküsten, weiße Sandstrände und eine außergewöhnliche Unterwasserwelt, mit einer Vielzahl von Meeresbewohnern. Ein Trip zum Ningaloo Reef bleibt in jedem Fall unvergessen. Vor allem, wenn das Abenteuer Schnorcheln mit Walhaien heißt.

1. Das Ningaloo Reef ist UNESCO Weltkulturerbe

Orkas im Pazifik in der Nähe von Exmouth.
Orkas in der Nähe von Exmouth.

Das 250 Kilometer lange Korallenriff an der australischen Westküste ist Weltkulturerbe. Teilweise lässt sich das Riff sogar vom Strand aus erreichen, in Coral Bay beispielsweise. Das Great Barrier Reef an der Ostküste Australiens dagegen liegt ziemlich weit draußen. Boot ist dort Pflicht.

2. Jeder Roadtrip ist ein guter Roadtrip

Das liegt eben in der Sache an sich. Was immer auf der Reise passiert, zu erzählen gibt es im Nachhinein genug. In Australien ist es üblich, lange Strecken mit dem Auto zurückzulegen. Mit einer guten Playlist und deinen (Backpacker-)Freunden in der Karre, wird der Trip umso besser. Von Exmouth und Umgebung starten viele Walhai-Schnorchel-Touren. Die Stadt liegt am nördlichen Ende der North-West-Cape-Halbinsel. Von Coral Bay aus ist sie in etwa einer Stunde 45 Minuten nördlich zu erreichen.

3. Orkas mit Jungtieren vom Boot aus beobachten

Je nach Jahreszeit und mit einer Portion Glück ist es nicht abwegig, dass Urlauber auf dem Weg mit dem Boot raus auf den Indischen Ozean Orkas zu Gesicht bekommen. Der Kapitän hat sie bei uns entdeckt, als sie noch unter der Wasseroberfläche schwammen. Ihr weißer Fleck hinter dem Auge hat sie verraten. Spätestens aber die Wasserfontäne ließ keine Zweifel mehr. Orkas sind nicht die besten Weggefährten eines Schnorchlers. Deshalb ließen wir sie weiterziehen und sind in die entgegengesetzte Richtung aufs offene Meer gefahren.

4. Walhaie schwimmen nicht überall

Dort, wo unter Wasser haufenweise Plankton vorkommt, zieht es die großen Fische hin. Das ist meist im Golf von Thailand, den Malediven oder eben an der Westküste Australiens. Walhaie wurden aber auch schon in Mexico gesichtet. Plankton stammt übrigens aus der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie „das Umherirrende“. Trifft in so manchem Fall auch auf die Touris im Wasser zu.

5. Die schönsten Bilder fürs Urlaubs-Fotoalbum

Ein Walhai schwimmt an mir vorbei. Kurze Zeit später taucht er gelangweilt wieder ab.
Drei Meter vor mir schwimmt ein Walhai.

Ein Fotograf schwimmt auf den Touren ständig mit. Wenn man Glück hat, ist man mit auf einem der Fotos abgebildet. Ein tolles Andenken vom Ningaloo Reef. Inzwischen gibt es zwar Handys und Kameras, die problemlos unter Wasser funktionieren. Ein Vorteil des Fotografen ist allerdings, dass die volle Aufmerksamkeit dem Hai-Spektakel gewidmet werden kann.

6. Mantarochen tauchen aus dem Sand auf

Ich hole tief Luft und tauche mit dem Schnorchel ab. Ich sehe bunte Fischschwärme und plötzlich bewegt sich etwas unter mir im Sand. Das Meer wird durch den aufgewirbelten Staub trüb und als ich wieder klarer sehe, staune ich nicht schlecht. Zwei Mantarochen machen sich vor mir auf die Flucht.

7. Wann kann man sonst in den Schlund des Walhais schauen?

Nach dem Sprung mit Flossen, Raucherbrille und Schnorchel ins Wasser ist klar: Der Walhai wird bald an mir vorbeischwimmen. Trotzdem ist es, als kommt der größte Fisch der Welt (Walhaie sind keine Säugetiere) wie aus dem Nichts aus den Tiefen des Indischen Ozeans zur Wasseroberfläche geschwommen. Manchmal hat er seinen Mund ziemlich weit geöffnet. So filtert das Tier die Nahrung aus dem Wasser. Menschen oder größere Tiere stehen bei ihm nicht auf dem Speiseplan. Der Walhai ernährt sich von Plankton.

8. Walhaie werden mit Flugzeugen gespottet

Am Ningaloo Reef sind die meisten Walhaie zwischen vier und zehn Meter lang. Deshalb spottet sie problemlos ein Flugzeug von oben. Bei kaum einem Trip gehen die Schnorchler heim, ohne einen Walhai gesehen zu haben. Das mag nach viel Touri-Action klingen, ist es vermutlich auch. Aber immerhin sind die Walhai-Touren für Forschungszwecke gedacht. Pilot und Kapitän des kleinen Bootes sind per Funk miteinander verbunden. Sobald der Pilot ein Tier sieht, geht die Info an den Mann im Boot.

9. Ein guter Zweck für die Forschung

Rafa-Der Anbieter Ningaloo Whalesharks arbeitet eng mit der Forschung zusammen. Weil über die Wanderung der Walhaie durch die Meere nur wenig bekannt ist, nutzen Experten die Bilder, die bei den Touren von den Tieren entstanden sind und weiterhin entstehen, als Dokumaterial. Denn: Jeder Walhai lässt sich genau identifizieren. Jeder hat ein typisches Merkmal. Hinter den Kiemen und über der Schwanzflosse ist ihre Maserung einzigartig. Ecocean sammelt diese Bilder in einer Datenbank, um so deren Verhalten näher zu erforschen.

10. Wer schon mal in der Ecke ist

Attraktionen locken weit über den Ningaloo Marine Park hinaus. Viele reisen ins südlich gelegener Monkey Mia, um Delphinen zuzusehen, wie sie gefüttert werden. Dafür reist man eine ellenlange Strecke bis zum Ende einer weiteren Halbinsel. Viel mehr ist da dann allerdings nicht. Auch wenn der völlig aus Muscheln bestehende Sheel Beach sehenswert ist – Delphine springen an allen Ecken und Enden Australiens aus dem Wasser. Mit Exmouth und den Whalesharks hat man die sehenswertere Halbinsel auf der Liste. Nicht zuletzt wegen des Cape Range Nationalparks.

Weitere Tipps:

  • Cape Rage National Park (Allrad)
  • Turquoise Bay
  • Kalbarri National Park

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